Nilpferde heißen auch Flusspferde. Ihr Name kommt daher, dass die ersten Flusspferde am Nil entdeckt wurden. Früher gab es sie in ganz Afrika, heute nur noch an wenigen Stellen südlich der Sahara. Trotz des Namens sind Nilpferde enger mit Schweinen verwandt als mit Pferden. Und eigentlich sehen sie auch gar nicht wie Pferde aus.
Stand: 17.04.2008
Flusspferde leben in Gruppen zu etwa zwanzig Tieren, die lustigerweise "Schulen" heißen. Jede Schule hat ein angegrenztes Territorium zu Lande und im Wasser. Die Gruppe wird von einem Bullen angeführt, der sein Revier und seine Schule erbittert verteidigt. Der Gesamtbestand der Tiere wird auf bis zu maximal 150.000 Tieren eingeschätzt und gilt wegen seines rückläufigen Bestandes als gefährdet. Flusspferde werden bis zu 40 Jahren alt.
Bis zu viereinhalb Tonnen schwer
Im Wasser tauchen Nilpferde am liebsten bis zu den Nasenlöchern ab. Ihre Nasenlöcher können Flusspferde auch verschließen und dann bis zu zehn Minuten tauchen. Der Wasserauftrieb macht ihren schweren Körper beweglich. Obwohl sie Schwimmhäute zwischen den Zehen haben, sind sie schlechte Schwimmer. Sie gehen lieber unter Wasser spazieren oder lassen sich vom Wasser tragen. Ein Flusspferd wiegt bis zu 4.500 Kilogramm und kann bis zu eineinhalb Metern hoch und viereinhalb Metern lang werden.
Vegetarier mit riesen Appetit
Bildunterschrift: Nilpferde leben nicht nur im Wasser.
Nilpferde fressen nur Pflanzen und brauchen pro Tag etwas 50 Kilogramm davon. Ihr Futter holen sie sich meistens nachts. Denn bei ihren Landgängen verlieren sie schnell viel Wasser. Sie schwitzen auch und bekommen schnell einen Sonnenbrand. Ein rosafarbener Schleim aus der Haut soll sie davor schützen. Übrigens: Die gemütlich aussehenden Tiere sind alles andere als harmlos. In Afrika verursacht es mehr Todesfälle als jedes andere Großtier auf diesem Kontinent!