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Erdbeben in Norddeutschland: |
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20. Oktober 2004
Erdbeben in Norddeutschland: "Wie wenn ein Panzer das Haus rammt"
Die Einwohner im niedersächsischen Soltau staunten nicht schlecht, als am Morgen plötzlich die Erde wackelte. Nur wenige Sekunden dauerte das Erdbeben, das sogar noch im 60 Kilometer entfernten Hamburg zu spüren war
Ein Erdbeben der Stärke 4,5 auf der Richterskala hat Norddeutschland erschüttert. Laut Auskunft des Seismologischen Instituts der Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover, ereignete sich das Erdbeben exakt um 8:58 Uhr. Das Epizentrum lag zwischen Rotenburg und Neuenkirchen und erschütterte die Lüneburger Heide im niedersächsischen Kreis Soltau-Fallingbostel.
"Es hat richtig gerummst", sagt Claudia Holm aus Schneverdingen, 30 Kilometer von Soltau entfernt. "Ich war gerade oben im Haus, als ein seltsames Donnergeräusch erschall. Wie wenn ein Panzer das Haus rammt. Als dann der Boden wackelte, dachte ich zuerst, der Keller stürzt ein."
"Wir wissen im Augenblick noch nicht, wodurch das Beben zu Stande gekommen ist", sagt Manfred Henger, Leiter der Seismologie bei der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover.
Nur wenige Sekunden dauerte der Spuk, dann war alles vorbei. Laut Holm gab es keine Schäden oder Panikaufläufe. "Es war ein komisches Gefühl – als wenn man den Halt unter den Füßen verliert".
Quelle:http://www.stern.de/wissen/natur/erdbeben-in-norddeutschland-wie-wenn-ein-panzer-das-haus-rammt-531323.html
Bei Polizei und Feuerwehr ging eine Flut von Anrufen besorgter Bürger ein. Vielerorts flüchteten Menschen auf die Straße.
Der Erdstoß war in einem Umkreis von 30 bis 40 Kilometern und sogar noch bis hin nach Hamburg zu spüren. Es habe anschließend noch einen weiteren, allerdings wesentlich schwächeren Stoß gegeben. Auch in der Hansestadt gingen bei der Feuerwehr und der Polizei mehrere Notrufe von besorgten Bürgern ein, sagten Sprecher. In Hamburg seien allerdings keine Schäden gemeldet worden. Eine Polizeisprecherin in Zeven im niedersächsischen Kreis Rotenburg (Wümme) berichtete, es hätten mehrere Häuser gewackelt. Dort seien Menschen zum Teil erschreckt aus ihren Häusern auf die Straße geflüchtet.
Norddeutschland gilt im Allgemeinen als erdbebenarmes Gebiet. Die Erdbebenstärke von 4,5 ist nach Ansicht von Manfred Henger "weltweit gesehen nicht viel, für diese Region aber schon" und "überraschend. In der Vergangenheit kam es hier ab und zu zu kleineren Erdstößen mit Stärken bis zu 4.0 auf der Richterskala.
Claudia Holm jedenfalls ist froh, nicht im Rhein-Main-Gebiet zu wohnen. "Da rummst es nämlich öfter". Wirklich Sorgen müssen sich die Niedersächser nicht: Das letzte stärkere Erdbeben liegt fast dreißig Jahre zurück.
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